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Gründertag 2019

24. Jänner 2019

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GRÜNDERTAG 2019 - Rückblick

Am 24. Jänner fand an der Montanuniversität der alljährliche Gründertag statt. 9 Gründer und Experten diskutierten 3 Stunden lang über die unterschiedlichsten Aspekte des Unternehmensaufbaus.

Die ideale Gründerpersönlichkeit. Die Moderatorin und Geschäftsführerin des Gründerzentrums Martha Mühlburger, fragt gleich zu Beginn in die Runde: „ Gründer sind nach außen hin sichtbar und werden gesehen. Was also müssen Sie alles können?

Bei den wichtigsten Fähigkeiten für Gründerpersönlichkeiten lautete die Kernaussage der Experten: Ein Gründer, eine Gründerin muss bereit sein, sich viel Wissen anzueignen und auch von außerhalb zu holen. „ Sie sollten ein Netzwerk aufbauen – Probleme können dadurch oftmals rasch und kostengünstig gelöst werden. betont Wolfgang Staber, Gründer und CEO der pro aqua.

Der Businessplan als Lerninstrumentarium. Die Erarbeitung eines Businessplan wird einhellig empfohlen. Denn: Der Business Plan ist unerlässlich und dient im ersten Schritt dem Gründerteam selbst: Du musst dich mit deiner Idee im Detail auseinandersetzen und sie niederschreiben. Damit zeigst du Lücken auf und siehst ganz klar, welche Informationen dir noch fehlen und was du (noch) nicht kannst.

Das Wertvollste, gerade in der Gründungsphase, ist“ laut Wolfgang Deutschmann von Green Rocket „ die Lernkurve, die das Schreiben eines Businessplans dem Gründerteam bringt.

Niemand kann die Zukunft seines Unternehmens voraussagen, aber: „ Das Wichtigste“, so Unternehmensberater Herbert Pock, „ ist, dass ein Business Plan in sich logisch und konsistent ist ...“

Das rechtliche Fundament. Das rechtliche Rahmengerüst einer Unternehmensgründung ist wie der Keller beim Hausbau: Spätere Reparaturen sind aufwändig und teuer. Wie komme ich zu einem guten rechtlichen Rahmen? Rechtsanwalt Helmut Schmidt betont: „ Ich muss zuallererst wissen, was ich will und was nicht. Wohin ich will und vor allem mit wem. Und wie ich das alles finanziere. Dann kommen noch Fragen wie: Wie komme ich im Worst Case aus der Firma wieder hinaus?“ All diese Überlegungen sind für die Wahl der Rechtsform und für die Ausgestaltung eines Gesellschaftsvertrags relevant.

Geheimhaltung und Patentschutz sind das Yin und Yang der Schutzrechtstrategie", sagt Klaus Loibner vom österreichischen Patentamt. Man darf nicht ohne Geheimhaltung über technische Details sprechen, die man später patentieren möchte. Ein Patent kann eine gute Lösung sein, muss es aber nicht. Alternativ könnten technische Details auch dauerhaft geheim gehalten werden, ohne auf Patentierung zu setzen. Wichtig ist, sich all dies möglichst früh zu überlegen.

Und SES-Imagotag Gründer, Michael Moosburger, ergänzt: „ Patente sind vor allem wichtig, wenn man öffentliche Förderungen in Anspruch nehmen und/oder Investoren ins Boot holen möchte. IP-Schutz ist ein Wert, der für Finanzgeber sehr wichtig ist.

Die formale Gründung. „ Die Anmeldung ist für Einzelunternehmen einfach und günstig zu haben – Finanzamt, gewerbliche Sozialversicherung und ggf. die Gewerbebehörde sind Anlaufstellen.“ sagt Reinhard Schwarz, Steuerexperte. Etwas teurer wird die Gründung einer GmbH oder KG, da kommen dann auch Notar und Firmenbuch ins Spiel. „Jedenfalls Kontakt aufnehmen sollte ein Gründer, eine Gründerin mit der Wirtschaftskammer, mit einer Bank und mit einem Gründerzentrum, das zahlreiche Unterstützungsleistungen bietet.“

Wie finanziere ich mein Vorhaben? Eine Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung bietet die Bank. Robert Stellnberger, Leiter des KommerzCenter Hochsteiermark der Steiermärkischen Sparkasse: „ Die Bank sieht sich – genauso wie ein Investor – alle Themen des Businessplans ganz genau an. Wenn die Bank nicht versteht, worum es geht und kein Vertrauen darin hat, wird sie auch kein Geld vergeben können.

Aber letztendlich kommt es auf den Finanzierungsmix an: Vom Darlehen, über Haftungen/Garantien, öffentliche Förderungen bis hin zu Crowdfunding und zum Einstieg von Finanzinvestoren oder strategischen Partnern.

Marketing und Vertrieb. Eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Markt erlaubt es mir, die Wünsche und Bedürfnisse des Marktes sehr früh in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Christoph Schreiner, Geschäftsführer des Onlineshop-Entwicklers niceshop, weist auf die Möglichkeiten von Web und Social Media hin: „ Es gibt unendlich viele Tools, die einem ein gutes Gefühl für Markt, Preis, Mitbewerber, etc. geben.“ Sich damit auseinanderzusetzen, macht jedenfalls Sinn!

 

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